src, ubi, lrc, Das Telegrafie-Notzeichen im Seefunkdienst

Die Einführung des drahtlosen Telegrafiefunks in der Schifffahrt ca. um 1900 in England durch die Fa. Marconi, war nicht in erster Linie für die Sicherheit der Schifffahrt bestimmt. Es gab keine verbindlichen Regeln für den Funkverkehr im Notfall, keine Wachzeiten und keine festgelegten Frequenzen. Um 1904 wurde im System Marconi das Telegrafie-Notzeichen CQD angewendet. Das CQ bedeutetet, dass die Meldung "An Alle" und das D für "danger" (Gefahr) steht.

Diese Zeichen waren für die Funker nicht sehr prägnant und konnten leicht überhört werden.

Durch die weitere internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet wurde auf der Weltfunkkonferenz 1906 in Berlin von Deutschland das Telegrafie-Notzeichen SOS (als ein Zeichen) vorgeschlagen und angenommen. Dieses Notzeichen ist dann im Telegrafiefunk bis zur endgültigen Einführung des GMDSS im Jahre 1999 verwendet worden. Erst später wurde das SOS als "Save Our Souls" interpretiert. Es wurde aber nur eingeführt, da jeder Funker bei seiner täglichen Arbeit "auf der Welle" dieses Zeichen sofort erkannte und sich dann darauf konzentrierte. Das Zeichen CQ wurde im Sprechfunk für den Ruf "An Alle" beibehalten und existiert noch heute. Auch Armateurfunker verwenden es weiterhin.

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